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Presse-Information CBG 23.10.19

ARD zeigt Fernsehfilm über die gefährlichen Verhütungsmittel von BAYER & Co.

... denn sie wissen, was sie tun

Am heutigen Mittwoch strahlt die ARD einen Fernsehfilm über die Risiken und Nebenwirkungen von Verhütungsmitteln aus. Im Mittelpunkt von „Was wir wussten – Risiko Pille“ steht dabei die erhöhte Thromboembolie-Gefahr, die von den neueren Kontrazeptiva ausgeht. „Wie solche Risiko-Präparate auf den Markt kommen und was in den Leuten vorgeht, die für die Markt-Einführung verantwortlich sind“ – dieser Frage geht das Werk nach Auskunft der Drehbuch-Autoren Eva und Volker A. Zahn nach. Zudem widmet es sich den perfiden Marketing-Methoden von Herstellern wie BAYER, welche die Pharmazeutika mit Versprechungen wie „Gewichtsabnahme“ oder „wirkt gegen Akne“ als Lifestyle-Präparate bewerben. Volker A. Zahn kritisiert das scharf: „Diese Strategie muss man den Konzernen vorwerfen, die nur den Erfolg sehen. Noch heute sind die Pillen der 3. und 4. Generation die meistverkauften Kontrazeptiva in Deutschland. Der BAYER-Konzern hat in den letzten Jahren mit diesen Produkten mehr Umsatz gemacht als mit ASPIRIN.“ Auf 639 Millionen Euro belief sich dieser allein mit den Erzeugnissen aus der YASMIN-Familie.

Der Film basiert auf akribischen Recherchen. Die AutorInnen nahmen Kontakt mit Geschädigten von der Selbsthilfe-Gruppe risikoPILLE auf und konnten sich bei der Darstellung der „Gegenseite“ auf InformantInnen aus der Industrie stützen. So ist es dann auch keine bloße Drehbuch-Idee, wenn die „Was wir wussten“- Hauptfigur Dr. Carsten Gellhaus die Pille, deren Markt-Eintritt er vorbereitet, seinen eigenen Töchtern nicht in die Hand geben will – es beruht auf Tatsachen.

Hunderte von Toten haben die Pharmazeutika schon gefordert. Allein zu drospirenon-haltigen Pillen wie YASMIN, YASMINELLE und YAZ registrierte die Europäische Arzneimittel-Behörde EMA in den letzten zwölf Monaten fast 37.000 Meldungen über unerwünschte Arznei-Effekte.

Die Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG) warnt bereits seit zehn Jahren vor YASMIN & Co. Immer wieder setzte sie die von diesen Verhütungsmitteln ausgehenden Gesundheitsgefährdungen auf die Tagesordnungen der BAYER-Hauptversammlungen und gab Betroffenen die Möglichkeit, den Vorstand direkt mit ihrem Leiden zu konfrontieren. Die ManagerInnen ließ das jedoch kalt. Sie stehen nach wie vor in Treue fest zu den Millionen-Sellern. So bescheinigte ihnen Konzern-Chef Werner Baumann noch auf dem letzten AktionärInnen-Treffen am 26. April „ein positives Nutzen/Risiko-Profil“. Auf den Beipackzetteln heißt es derweil lapidar: „Alle Frauen, die kombinierte hormonale Kontrazeptiva anwenden, haben ein erhöhtes Risiko für Blutgerinnsel in den Venen (venöse Thromboembolie (VTE)) oder Arterien (arterielle Thromboembolie (AT))“. Das spezifische Risiko findet sich nur im Kleingedruckten, wenn der Leverkusener Multi eine Aufstellung präsentiert, die für YASMIN deutlich mehr Thromboembolie-Fälle ausweist als für Wirkstoffe der 2. Generation wie Levonorgestrel. Während sich unter YASMIN bei 9-12 von 10.000 Frauen pro Jahr ein Blutgerinnsel bildet, kommt es BAYER zufolge unter Levonorgestrel, Norethisteron oder Norgestimat nur bei 5-7 von 10.000 Frauen dazu.

„Wir hoffen, dass der Film noch einmal zu einer Diskussion über das besondere Gefährdungspotential von YASMIN & Co. führt. Die Politik muss endlich reagieren und die Pillen verbieten, damit nicht noch mehr Menschen durch BAYERs Profit-Sucht sterben“, so Axel Köhler-Schnura vom Vorstand der CBG abschließend.

Pressekontakt:
Jan Pehrke 0211/30 58 49